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16. März 2011


Kommentar von Pat Dickens, Koordinator Sea Shepherd Südafrika

Die Seebärenkolonie an der Küste NamibiasIn knapp vier Monaten wird in Namibia die „Keulung“ der Robben beginnen, und es werden in der zum gegenwärtigen Zeitpunkt größten Schlächterei an wildlebenden Meerestieren auf dem Planeten über 90.000 Robben brutal zu Tode geprügelt. Dies wird als die brutalste aller „Keulungen“ bewertet und ist gerade sogar für den Tod von mehr Robben verantwortlich als die kanadische Robbenjagd.

Am 1. Juli 2011 beginnt in Namibia die jährliche Abschlachtung von 85.000 Robbenbabies und weiteren 6.000 Bullen. Für die folgenden 139 Tage werden in Todesangst versetzte Robbenbabies zusammengetrieben, von ihren Müttern getrennt und brutal totgeschlagen. Babies, Bullen und Mütter werden umzingelt...Männer mit Knüppeln werden anrücken und die Robben werden massakriert. Der Sand auf dem Strand wird buchstäblich bedeckt sein mit rotem Blut, die blutigen Körper werden auf die Ladeflächen der wartenden Fahrzeuge geworfen. Wenig später werden Bulldozer herbeigeschafft, um den Strand zu reinigen und wiederherzustellen, bevor die Touristen eintreffen, um die Kolonie zu betrachten, denn dies alles geschieht in einem ausgewiesenen Reservat für Robben.

Der Südafrikanische Seebär ist gelistet in Anhang 2 des Artenschutzabkommens Convention on International Trade in Endangered Species (CITES). Das bedeutet, dass sein Überleben von Schutzmaßnahmen abhängt. Er hat eine natürliche Todesrate von rund 30 Prozent innerhalb der ersten paar Wochen nach der Geburt. Die Totschlägerei beginnt, wenn die Robbenbabies gerade sieben Monate alt und noch sehr stark von ihren Müttern abhängig sind.

Der Verlust ihrer Lebensräume, kommerzieller Fischfang, Umweltverschmutzung und Hunger stellen außerdem wesentliche Bedrohungen für diese Tiere dar. Schätzungen zufolge sind zwischen 1994 und 2000 rund 300.000 Robben durch Hunger verendet, selbst während mit jedem weiteren Jahr die Geburtenrate der Heuler abnimmt. 1993 lag die Geburtenrate der Heuler bei 164.248, 2000 bei 147.823 und 2006 waren es gerade noch 107.910, doch die namibische Regierung erlaubt jedes Jahr die grausame Abschlachtung von über 90.000 Robben...obwohl manche bei diesem Vorgehen von einer „Keulung“ sprechen.

Die “Keulung“ wird von nur einem Mann ausgeführt, Hatem Yavuz, der den Vertrag hat, jede Haut zu kaufen, die bis 2019 aus der namibischen Robbenschlachtung kommt. Er zahlt $7 pro Pelz, während Touristen aus dem Ausland $12 zahlen, um die Kolonie zu sehen. Während Yavuz seine Pelzmäntel später für einen Betrag von $30.000 verkaufen wird, werden die ortsansässigen Arbeiter mit weniger als einem Mindestlohn abgespeist. Es ist kein Gewinnbeteiligungsplan vorhanden und weniger als 150 Einheimische werden für die Teilnahme an dieser „Keulung“ beschäftigt. „Damit sie [die Robben] weniger Schmerzen erleiden, müssen sie mit einem Knüppel erschlagen werden, der mit einem Nagel versehen ist“, sagt Yavuz, der sich selbst als einen sogenannten Tierliebhaber beschreibt.

Weiterführende Daten:

Die namibische SPCA, die über die rechtsprechende Gewalt und das Mandat verfügt, Grausamkeiten zu verhindern und die „Keulung“ zu beenden, hat tatsächlich den grausamen Totschlag von 85.000 Robbenbabies geduldet.

Das Tierschutzgesetz von 1962 (Namibia) gibt der namibischen SPCA die Befugnis, jeden zu verhaften und zu internieren, der dabei aufgegriffen wird, dass er ein Tier erschlägt.

Sea Shepherd Südafrika und die Südafrikanische Robbenrettungs-Initiative (SASSI) ziehen einige handlungsorientierte Optionen für den späteren Verlauf des Jahres in Erwägung.

Ein großes Danke-schön an alle, die sich am Schutz unserer Wildtiere vor der Ausbeutung durch den Menschen beteiligen.






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