Campagne Lac LemanBevor sie das Mittelmeer erreicht, fliesst die Rhone durch den grössten See Frankreichs und der Schweiz, den Genfer See. Bestimmte Vogelarten nutzen diese Zwischenstation bei ihrer jährlichen Wanderung. Jeder Regentropfen, jeder Bach, jeder Fluss fliesst in unsere Seen und am Ende in den Ozean. Es ist absolut notwendig, die den Ozeanen vorgelagerte Biodiversität zu schützen. Obwohl das Schweizer Gesetz die Zugvögel effektiv schützt, treffen diese leider während ihrer langen Reise oft auf Hindernisse. Sei es durch unvorhersehbare Umwelteinflüsse oder durch die Ausbreitung der Menschen, im Endeffekt werden sehr viele dieser Vögel verletzt, liegen gelassen und am Ende sterben sie wegen fehlender Behandlung. Lokale Versorgungseinrichtungen schliessen eine nach der anderen aufgrund des Mangels an finanziellen und personellen Ressourcen, weshalb nicht mehr alle Notrufe bearbeitet werden können.

Seit mehr als 41 Jahren kämpfen die Mitglieder der Vogelaufzuchtstation „Centre Ornithologique de Réadaptation“ (COR) unter der Leitung von Patrick Jacot mit wenigen Mitteln, um die lokale Vogelwelt zu retten. Das Zentrum befindet sich auf einem 4.000 m² grossen Grundstück, das von der Stadt und dem Kanton Genf zur Verfügung gestellt wurde. Sie besteht aus zwei Krankenstationen, einer tierärztlichen Einheit, einer Quarantänestation und dreissig Volieren unterschiedlicher Grössen.

Am 1. September 2016 startete die GENFER SEE-KAMPAGNE mit dem hauptsächlichem Ziel, die Teams von COR zum Wohle unserer gefiederten Freunde zu verstärken, indem sie ein Boot, einen Einsatzwagen und eine Gruppe von Freiwilligen zur Verfügung stellt.

Die Kampagne läuft bisher auf vier Wegen:

  • Verstärkung der Mitarbeiter des Zentrums für die Tierpflege
  • Verstärkung der Einsatzteams an Land und zu Wasser
  • Ausbildung von Freiwilligen für die Pflege sowie für Einsätze an Land und zu Wasser
  • Wasser-Patrouillen, um Brutbereiche in den Häfen zu kartografieren, der Hafenbehörde die Installation künstlicher Nester vorzuschlagen, Eigentümer zu sensibilisieren, wie notwendig es ist, die auf ihren Booten gebauten Nester zu bewahren und zuletzt die Durchsetzung des Jagdgesetzes (Artikel 17b), welches Zugvögel und deren Brut schützt.


Bis heute hat Sea Shepherd mehr als 550 Stunden in Einsatz, Pflege und Ausbildung investiert. 

Hier bleibst du über Updates zur Kampagne informiert. Ein Informationasanlass wird am 10. September in Genf stattfinden: https://www.facebook.com/events/233875187007381/





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