Ein toter Golftümmler treibt im Schutzgebiet des Golftümmlers. Foto: Carolina A Castro7. März 2016: Beim Patrouillieren im Schutzgebiet des Golftümmlers im Golf von Kalifornien
hat die Crew an Bord des Sea Shepherd-Forschungsschiffs MARTIN SHEEN am 4. März 2016
einen toten Golftümmler entdeckt, der an der Wasseroberfläche trieb. In der Nähe fand die
Crew ebenfalls einen toten Totoaba sowie einen toten Gemeinen Delfin, dessen Körper
unterhalb der Brustflosse von einem Haken durchbohrt war.

Sowohl der Golftümmler als auch der Totoaba gelten als stark gefährdet und gehören zu den geschützten Arten. Die Totoabas, welche wegen ihrer Schwimmblasen bei Wilderern begehrt sind, werden mit Stellnetzen gefangen, in welchen sich dann auch die Golftümmler aufgrund ihrer ähnlichen Grösse verheddern und dann ertrinken. Wissenschaftler, die sich mit den Golftümmlern beschäftigen vermuten, dass es nur noch weniger als 100 Tiere gibt und die Population jährlich um 18,5% sinkt.

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto kündigte im April 2015 an, dass der Einsatz von Stellnetzen in einem Gebiet von 13.000 Quadratkilometern im Golf von Kalifornien für 2 Jahre verboten wird. Die Sea Shepherd-Schiffe MARTIN SHEEN und FARLEY MOWAT, ein früheres Schiff der US-Küstenwache, patrouillieren seit November 2015 das Schutzgebiet des Golftümmlers, um das Wildern des Totoaba zu stoppen sowie illegale Fischereiausrüstungen zu entfernen und damit den Golftümmler zu retten.

Zusätzlich zu den Funden des toten Vaquita und Totoaba am 4. März 2016 fand die Crew der FARLEY MOWAT mit dem Schnellboot WOLF am 5. März einen toten Totoaba direkt vor San Felipe. Der Bauch des Totoaba war aufgeschnitten und die Schwimmblase entfernt. Diese Schwimmblase kann auf den illegalen Schwarzmärkten in Asien einen geschätzten Preis von 20.000 US-Dollar (ca. 18.100 Euro) erzielen.

Ein toter Weißer Hai, der in einem illegalen Totoaba-Stellnetz gefunden wurde. Foto: Carolina A Castro„Einen toten Golftümmler zu finden war herzzerreissend. Eine meiner grössten Ängste wurde wahr“, sagte Oona Layolle, Kampagnenleiterin und Kapitänin der FARLEY MOWAT. „Die Crews beider Sea Shepherd-Schiffe haben gemeinsam mit den mexikanischen Behörden so hart gearbeitet, um die Golftümmler zu retten. Wegen der vielen Wilderer, die nachts agieren, werden wir unsere Nachtpatrouillen verstärken, um die Golftümmler zu schützen.“

Seit dem 31. Dezember 2015 hat Sea Shepherd durch die mexikanische Regierung die Befugnis Stellnetze und andere illegale Fischereiausrüstung aus dem Schutzgebiet zu entfernen. In den vergangenen Wochen haben die MARTIN SHEEN und die FARLEY MOWAT erfolgreich speziell konstruierte Haken durch das Wasser gezogen, um die illegale Fischereiausrüstung zu finden. Erst vor 2 Wochen gelang es den Crews einen Buckelwal zu befreien, der in einem der Netze für die Totoabas gefangen war.

Nach den Funden der Kadaver des Golftümmlers und der beiden Totoabas in den letzten zwei Tagen, fanden die Sea Shepherd-Crews am 6. März 2016 die Leiche eines weiteren gefährdeten Tieres, einen Weissen Hai. Der Hai war zusammen mit einem toten Delfin in einem Stellnetz für Totoabas verfangen und etwa 4 Meter lang. Die letzten 3 Tage von „Operation Milagro“ zeigen, warum alle Stellnetze dauerhaft entfernt und verboten werden müssen. Stellnetze sind willkürliche Mörder, die jedes Meereslebewesen fangen, das mit ihnen in Berührung kommt.

Captain Layolle sagte weiterhin: „ Dies mag wie ein furchtbarer Rückschlag erscheinen – und es ist in der Tat furchtbar, aber unsere Bemühungen den Golftümmler zu schützen gehen weiter, noch stärker als zuvor. Wir werden auch weiterhin unser Bestes geben, damit diese wundervollen Tiere nicht vor unseren Augen aussterben.“



Ein toter Totoaba mit fehlender Schwimmblase direkt vor der Bucht von San Felipe. Foto: Carolina A CastroEin toter Totoaba mit fehlender Schwimmblase direkt vor der Bucht von San Felipe. Foto: Carolina A Castro
Ein toter Weißer Hai, der in einem illegalen Totoaba-Stellnetz gefunden wurde. Foto: Carolina A CastroEin toter Weisser Hai, der in einem illegalen Totoaba-Stellnetz gefunden wurde. Foto: Carolina A Castro

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