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mil9181San Felipe, Mexiko – 20. September 2018 - Sea Shepherd kehrt für die fünfte Saison in den Golf von Kalifornien zurück, um die Patrouillen zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Golftümmlers wieder aufzunehmen.

Das Sea-Shepherd-Schiff FARLEY MOWAT ist im oberen Golf von Kalifornien angekommen, um OPERATION MILAGRO dieses Jahr früher zu starten. In den vergangenen Jahren begann die Kampagne Anfang November, wenn der Totoaba von seiner Wanderung in seine Heimat zurückkehrt. Aufgrund des kritischen Zustands, in dem sich der Golftümmler befindet – derzeit der am stärksten gefährdete Meeressäuger der Welt – ist Sea Shepherd diese Saison früher zurückgekehrt, um mit neuer Kraft die bewährten Techniken zum Schutz des kleinsten Schweinswals der Welt anzuwenden.

„Es gibt viel zu tun, um das Überleben des Golftümmlers zu sichern. Sea Shepherd wird damit beginnen, Geisternetze zu entfernen, und so früh in dieser Saison werden wir gelegentlich auf aktive Netze stossen“, sagte Sea Shepherds Kampagnenleiter Captain Locky MacLean. „Wir stellen auch sicher, dass innerhalb des Schutzgebietes nicht gefischt wird und verhindern Wildereiaktivitäten, indem wir das Gebiet mit unseren Partnerbehörden von der mexikanischen Regierung an Bord patrouillieren.“


Die zuletzt veröffentlichte Studie zeigte, dass es weniger als 30 lebende Golftümmler gab. Wissenschaftler haben seit zwei Jahren keine neue Schätzung veröffentlicht.

Zum fünften Mal startet Sea Shepherd dieses Jahr OPERATION MILAGRO, und wieder wird die Meeresschutzorganisation direkt eingreifen, um den Golftümmler zu schützen. Milagro ist das spanische Wort für Wunder – ein passender Name, denn zu Beginn der Kampagne gab es seit zwei Jahren keine registrierten Golftümmler-Sichtungen mehr. Viele Leute sagten, dass dieser Meeressäuger bereits ausgestorben sei. Das Sea Shepherd Team hat Anfang 2015 einen Golftümmler gesichtet und fotografiert. Dies geschah, als die mexikanische Regierung ihr Engagement für den Schutz dieser einheimischen Art erneuerte und eine Partnerschaft entstand.

Seitdem hat Sea Shepherd die bisher einzige bewährte Methode entwickelt, um den kleinen Schweinswal am Leben zu erhalten: die Entfernung illegaler Fischereiausrüstung aus seinem Lebensraum.

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Der Grund für den schnellen Rückgang des Golftümmlers ist die Totoaba-Wilderei. Nachdem der Fisch Mitte der siebziger Jahre fast ausgerottet wurde, wurde die Totoaba-Fischerei verboten.


Vor kurzem wurde jedoch festgestellt, dass der Totoaba einem in China heimischen Umberfisch sehr ähnlich ist, der aufgrund der Nachfrage nach seiner Schwimmblase vom Aussterben bedroht war. Dies führte dazu, dass der Totoaba wegen seiner Schwimmblase massiv befischt wurde, die angeblich medizinische Eigenschaften haben soll. Damit waren nicht nur die Fische dem Untergang geweiht, sondern tragischerweise noch mehr der Golftümmler. Die beiden Arten sind von ähnlicher Grösse und bewohnen während der Totoaba-Laichzeit genau den gleichen Lebensraum. Durch Stellnetze, die für den Fang des Totoaba ausgelegt sind, finden auch die Golftümmler den Tod.

Während Golftümmler früher als Beifang beim Fischen auf Garnelen und Flossenfische endeten, sind sie heute Opfer der Stellnetze, die genau dazu bestimmt sind, einen Fisch der gleichen Grösse wie des Golftümmlers zu fangen.

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Die Netze in Kombination mit der unersättlichen Nachfrage nach den Schwimmblasen in China und der horrende Preis, für den die Wilderer sie verkaufen können, üben einen noch nie dagewesenen Druck auf den Golftümmler und den Totoaba aus. Angeblich kann ein Wilderer pro Schwimmblase umgerechnet 2100 Euro verdienen, die dann für etwa 17.000 Euro auf dem asiatischen Schwarzmarkt verkauft wird.

Es ist daher unerlässlich, dass Sea Shepherd illegale Netze beseitigt und Meeresbewohner daraus befreit.

Die mexikanische Regierung hat beispiellose Anstrengungen unternommen, um ihre einheimischen Arten zu retten, und einen grossen Teil der Marine, der Armee und mehrerer anderer Regierungsinstitutionen zur Lösung des Problems eingesetzt. Es ist keine leichte Aufgabe, und Sea Shepherd hat die Bemühungen von hunderten Menschen erlebt, die gemeinsam daran arbeiten, den Golftümmler zu schützen. Sea Shepherd arbeitet in Partnerschaft mit Mexiko daran, illegale Fischereiausrüstung aus dem Lebensraum des Golftümmlers zu entfernen und den Behörden Informationen und Gutachten zur Verfügung zu stellen. Die Meeresschützer liefern den Wissenschaftlern auch wichtige Daten und arbeiten mit der Gemeinde zusammen, um sich von nicht nachhaltigen Industrien zu lösen und den Meeresschutz zu fördern.

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Sea Shepherd hat seit Beginn der Kampagne 808 illegale Fischereiausrüstungen entfernt. Dies hat die Wilderer schätzungsweise 730.000 Euro allein für verlorene Fischerausrüstung gekostet... Sea Shepherd hat 3069 Tiere gerettet, darunter einen Buckelwal, 88 vom Aussterben bedrohte Totoaba, eine vom Aussterben bedrohte Pazifische Lederschildkröte und 21 Haie. Diese Zahlen beinhalten nicht die hunderte von Tieren, die durch das Entfernen der Netze und anderer Fanggeräte gerettet wurden, bevor sich die Tiere verheddern.

Den Golftümmler vor illegalen Aktivitäten zu schützen, ist jedoch keine leichte Aufgabe. Eine Drohne von Sea Shepherd wurde abgeschossen und Schüsse auf eines der Schiffe abgegeben.

„Wenn Sea Shepherd nicht im Golf von Kalifornien gewesen wäre, könnte der Golftümmler inzwischen ausgestorben sein“, sagte Captain Paul Watson, Gründer und Geschäftsführer der Meeresschutzorganisation. „Jedes Jahr werden wir effizienter bei der Aufgabe, den Golftümmler zu schützen.“

„Allein im letzten Jahr haben wir mehr Fanggeräte entfernt als in allen Vorjahren zusammen. Für MILAGRO V haben wir ein neues Schiff, das gerade für die Kampagne ausgerüstet wird, mit besseren Möglichkeiten, Netze zu entfernen“, fuhr Captain Watson fort. „An alle, die sagen, dass es keine Hoffnung für den Golftümmler gibt – wir sind anderer Meinung. Wir werden weiter für ihn kämpfen, und wir werden härter denn je kämpfen. Schliesst euch uns an.“

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Die Kampagne hat kein Enddatum, da die Notwendigkeit, den Golftümmler genau zu überwachen, noch dringender wird. Sea Shepherd hat alles unternommen, um die Art vor der Ausrottung zu bewahren: Präsenz im Oberen Golf von Kalifornien, die Überwachung des Lebensraums des Golftümmlers und die Beseitigung von Geister- und illegalen Stellnetzen, die zur Todesfalle für den Golftümmler werden.




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