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crime115. Mai 2018:  Kommentar von Adam Meyerson, Kapitän der OCEAN WARRIOR

Wie jedes Geschäft ist auch die Kriminalität ein breit gefächertes Unternehmen: ein bisschen Entführung, ein paar unsaubere Kredite, ein wenig Prostitution. Die Verantwortlichen – diejenigen, die das ganze Geld verdienen – sind nie am Tatort, sondern verstecken sich lieber hinter legalen Geschäften, während sie sich von den kriminellen Tätigkeiten distanzieren. Das organisierte Verbrechen auf hoher See ist da nicht anders.


Vom grössten Ringwadenschiff bis zur kleinsten Dau, in der Regel ist der Besitzer des Schiffes selten an Bord. Sie ziehen es vor, ihre Identität durch Scheinfirmen zu verbergen oder zumindest nicht das Risiko einzugehen, bei illegalen Aktivitäten auf dem Schiff erwischt zu werden. Es hat sich gezeigt, dass dieselben Schiffe und Eigner, die illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) betreiben, auch Drogen schmuggeln, Menschenhandel betreiben und die Meere verschmutzen.

Sea Shepherd Besatzungsmitglied und Marinesoldaten trainieren auf der OCEAN WARRIOR.
Um ein kriminelles Unternehmen zu Fall zu bringen, muss man in der Lage sein, jede illegale Aktivität zu bekämpfen, wann auch immer man sie findet. Al Capone wurde schliesslich nicht wegen Mordes verhaftet, er landete wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Diese Idee steht hinter Tansanias Multi-Agency Task Team (MATT). MATT besteht aus Strafverfolgungsbeamten aus den Bereichen Drogenbekämpfung, Einwanderung, Zoll und Fischerei. Dieses Strafverfolgungsteam hat zusammen mit fünf Marinesoldaten und Sea Shepherd in Tansania gearbeitet, um die Idee umzusetzen, dass ein einziges Patrouillenschiff die Aufgaben von separaten Grenz-, Drogen-, Seeverkehrssicherheits- und Fischereipatrouillenschiffen übernehmen kann. Die Kampagne war mit über 20 Festnahmen, Geldstrafen in Millionenhöhe und der Festsetzung mehrerer Schiffe sowie der vollständigen Schliessung der illegalen industriellen Fischerei in der Ausschliesslichen Wirtschaftszone (AWZ) Tansanias sehr erfolgreich.

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Die Fähigkeit, Schiffe für jedes Verbrechen festzusetzen, hat OPERATION JODARI volle operative Flexibilität gegeben. Es ist nicht unmittelbar erkennbar, was eine überladene Fähre ohne Sicherheitsausrüstung an Bord, die Kinder weit vor der Küste transportiert, mit Umweltkriminalität zu tun hat. Mit MATT an Bord können wir die Passagiere aus einer äusserst unsicheren Lage befreien, den Kapitän festnehmen und die Fähre beschlagnahmen, ohne eine Verbindung zu einem Fischereiverbrechen herstellen zu müssen. Dabei stellt man dann fest, dass das Boot, das diese Woche noch als Fähre betrieben wird, nächste Woche mit Mangrovenholz, die Woche darauf mit illegalem Fisch, im kommenden Monat dann mit Elfenbein beladen ist usw. Diese Boote transportieren alles, was ihnen Geld einbringt. Es spielt keine Rolle, ob sie Kinder gefährden, Wälder zerstören oder Heroin ins Land bringen, es kommt nur darauf an, ob sie daran verdienen können. Die Festsetzung der Schiffe und ihrer illegalen Ladung trifft die versteckten Eigentümer dort, wo es wehtut: auf ihren Bankkonten.

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Indem wir die Strafverfolgung auf die Meere vor Tansania gebracht haben, wurde ein Grossteil der IUU-Fischerei und des Schmuggels von Mangroven und Meeresfrüchten unterbunden. Vielleicht haben wir auch ein paar Leben gerettet, indem wir Passagiere von überladenen und unsicheren Fährschiffen geholt haben. Allein unsere Präsenz in der AWZ hat dazu geführt, dass eine ganze Flotte ausländischer industrieller Fangschiffe ihren Betrieb eingestellt hat, um Inspektionen und mögliche Festsetzungen zu vermeiden. Jedes einzelne Boot, das wir festsetzen, ist ein Boot weniger in der Schmugglerflotte, und jeder Kapitän und Eigentümer, der zur Rechenschaft gezogen wird, ist ein Spieler weniger in diesem Spiel, bei dem es nur um Geld geht.

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Für Sea Shepherd ist dies ein neuer Weg, und die Crew und ich lernen jeden Tag neue Dinge. Auch für die Marinesoldaten und die Strafverfolgungsbeamten ist es eine neue Erfahrung, mit einer Nichtregierungsorganisation (NGO) zusammenzuarbeiten. Es war eine besondere Freude zu sehen, wie wir alle – mit so unterschiedlichen Hintergründen – als Team zusammenkommen, um die Kriminalität in den tansanischen Gewässern zu bekämpfen. Ohne die weltweite Unterstützung unserer Spender und unserer Unterstützer sowie unserer Partner Fish-i Africa und die Vereinigte Republik Tansania könnten wir diese Arbeit nicht tun. Seid versichert, dass alle Teilnehmer von OPERATION JODARI, MATT, die Spezialeinheiten sowie die Sea Shepherd-Crew, alles daran setzen, um Verbrechen zu stoppen und das kriminelle Netzwerk zu zerschlagen, das IUU-Fischerei weiterhin ermöglicht.

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