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tabanetz1San Felipe, Baja California Mexiko – 26. März 2018: Um 19.45 Uhr (Ortszeit) entdeckte die Besatzung des Sea Shepherd-Schiffes SHARPIE ein illegales Stellnetz innerhalb des Golftümmler-Schutzgebiets im nördlichen Teil des Golfs von Kalifornien, Mexiko. Das Stellnetz war an einer Langleine verheddert. Als die Schiffscrew damit begann, die illegale Fischereiausrüstung zu bergen, bemerkte sie lebende Totoabas im Netz, woraufhin die Besatzung eine beispiellose Rettungsaktion startete. Dadurch wurde eine komplette Schule von Totoaba vor dem Schwarzmarkthandel bewahrt.

Es ist derzeit der Höhepunkt der Laichsaison der Totoaba im oberen Golf von Kalifornien. Die bedrohten Fische ziehen zu dieser Zeit direkt in das Gebiet des Golftümmlers. Diese Art ist aktuell der am stärksten gefährdete Meeressäuger der Welt und wird weiterhin durch den Beifang beim illegalen Totoaba-Handel bedroht.

Die Spannungen im oberen Golf von Kalifornien nehmen zu. Wilderer sind gegenüber den Schiffen von Sea Shepherd aggressiver geworden. Sie benutzen Schusswaffen, um Drohnen abzuschiessen und Brandkörper, um die Crew einzuschüchtern. Dank des Einsatzes bewaffneter Polizeibeamter und einem verstärkten Bündnis mit den mexikanischen Ministerien für Umwelt und Fischerei, der Bundesanwaltschaft und der Bundespolizei hat sich die Sicherheit massiv erhöht. Dadurch kann Sea Shepherd weiterhin vor Ort die wichtige Arbeit im Golftümmler-Schutzgebiet leisten.


Der Totoaba ist ein begehrter Fisch aufgrund seiner wertvollen Schwimmblase. Ähnlich wie Haifischflossen oder die Hörner von Nashörnern werden die Schwimmblasen des Totoaba auf dem asiatischen Markt als Wundermedizin verkauft. Eine einzelne Totoaba Schwimmblase kann so einen Preis von 8.000 € und mehr in Asien erreichen.

Obwohl die Wilderer im Golf von Kalifornien nur einen Bruchteil des Verkaufspreises erhalten, schneiden sie im örtlichen Vergleich dennoch gut ab. Das führt zu einer nahezu vollständigen Ausrottung des Totoaba und treibt zwangsläufig auch den Golftümmler als tragischen Nebeneffekt an den Rand des Aussterbens.

Alles schien am Abend des 25. März normal, als das Sea Shepherd-Schiff SHARPIE im Schutzgebiet des Golftümmlers patrouillierte und nach illegalen Aktivitäten Ausschau hielt. Der Schiffskapitän, Fanch Martin aus Frankreich, entdeckte ein Netz während der Auswertung der Sonardaten. Dabei handelt es sich um eine neue Methode, die von Sea Shepherd in den vergangenen Monaten entwickelt wurde.

„Es war eine Herausforderung, die Position des Schiffes in der starken Strömung zu halten, während die Crew das Netz herauszog und die Fische schnell und effektiv rettete. Zur gleichen Zeit musste die Langleine straff genug gehalten werden, damit sie sich nicht ins unserer Schiffsschraube verhedderte", sagte Captain Fanch und fügte hinzu: „Die Koordination von Besatzung und Beamten an Bord war intensiv. Alle waren beteiligt und hoch konzentriert. Alle zogen am gleichen Strang und die Crew hat einen fantastischen Job gemacht, mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass am Ende jeder einzelne Totoaba aus dem Netz gerettet werden konnte. Das ist vorher noch nie passiert."

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Der Bootsmann der SHARPIE, Willie Hatfield, der die Arbeit an Deck koordinierte, betonte: „Es ist ein besonderer Moment für OPERATION MILAGRO. Eine komplette Schule von laichenden, vom Aussterben bedrohten Totoaba auf einen Schlag zu retten, bedeutet uns unheimlich viel." Nach zwei intensiven Stunden, die benötigt wurden, um alle Fische zu retten und das Netz aus dem Golf von Kalifornien zu bergen, fügte er hinzu: „Als wir fertig waren, sahen wir ein Kleinboot kommen, dass das Netz herausholen wollte. Diese Fische waren fünf Minuten vom Tod entfernt und wir haben sie gerettet. Es war ein Wunder."

Im Rahmen von OPERATION MILAGRO IV setzt Sea Shepherd zwei ehemalige Patrouillenboote (Island-Klasse) der US-Küstenwache im Schutzgebiet der Golftümmler ein. Die SHARPIE und die FARLEW MOWAT. Jedes Boot ist mit fünf Polizeibeamten der mexikanischen Regierung besetzt, die befugt sind, Verhaftungen vorzunehmen, Wilderei im Schutzgebiet zu verhindern und die ordnungsgemässe Entsorgung von toten Totoabas sicherzustellen. Die Beamten waren unerlässlich für die Rettung der Totoabas, da sie der Sea Shepherd-Crew unermüdlich halfen, die Fische am Leben zu erhalten, während sie aus dem Netz befreit wurden, und zugleich für den Schutz des Boots vor bewaffneten Wilderen sorgten.

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Bis dato hat Sea Shepherd 596 Teile illegaler Fischereiausrüstung im Golf von Kalifornien seit Beginn der Kampagne im Jahr 2015 sichergestellt. Durch diesen Einsatz wurden 2.661 Tiere gerettet. Es entspricht über 100 Kilometer entfernter Netze, was der Entfernung von der Erdoberfläche zur äussersten Atmosphäre entspricht oder der neunfachen Höhe des Mount Everest. Sea Shepherd arbeitet mit den Mitgliedern des Partnernetzwerks zusammen, um sicherzustellen, dass die illegalen Stellnetze verantwortungsvoll recycelt werden und niemals ihren Weg zurück in den Ozean finden.




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